Presse-Spiegel

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ID99445
Datum17.01.2018
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileRentable Zukunftsinvestition. Offene Linke ist für Rückgewinnung ...
Wortlaut... der Stadtwerke-Anteile

Für den Rückkauf der Anteile an der Stadtwerke GmbH plädiert die Offene Linke Ansbach (OLA). Die Mitglieder der Stadtratsfraktion sprechen von einer Zukunftsinvestition.

„Rekommunalisierung lohnt sich: Sie ist hoch rentabel und muss gerade in der derzeitigen Niedrigzinsphase ohne Scheuklappen diskutiert werden", heißt es in einer Pressemitteilung. In einem ersten Schritt solle die Sperrminorität, also die Möglichkeit einer Minderheit, bei Abstimmungen einen bestimmten Beschluss zu verhindern, der Thüga AG fallen.

Zudem sollten die Anteile der Stadt auf mindestens 75,1 Prozent erhöht werden. „So können Stadt und Bürger zentrale Entscheidungen für die eigene Energieversorgung treffen, ohne dass Aktionäre Ansbach Knüppel zwischen die Beine werfen", so die Mitteilung weiter.

Seit dem Jahr 2001 ist die Thüga AG Minderheitsgesellschafter der Stadtwerke GmbH. Vertraglich wurde festgelegt, dass 40 Prozent des Gewinns an diese Aktiengesellschaft fließen. Summiert habe die Stadt so laut den seit 2003 bilanzierten Gewinnabführungen binnen 14 Jahren 21,6 Millionen Euro verloren, rechnet die OLA-Fraktion vor. „Das übersteigt bereits jetzt deutlich den einstigen Verkaufserlös von 26,5 Millionen Mark (13,9 Millionen Euro)."

Und weiter: „Nur anderthalb Jahrzehnte nach dem Teilverkauf der Stadtwerke ist klar, dass die Privatisierung ein riesiges Verlustgeschäft ist. Steigende Energiepreise für die Bürger und ein mangelhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis durch den Querverbund beim ÖPNV sind direkte Folgen der abzuführenden Renditen." Während die Werke in anderen Städten ein Plus für den Stadtsäckel erwirtschafteten, müsse Ansbach aus dem Haushalt noch rund eine Million Euro zuschießen.