Presse-Spiegel

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ID99446
Datum05.12.2017
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileAus für Glyphosat gefordert/ Mittel für Menschen „wahrscheinlich krebserregend"
WortlautDie Offene Linke Ansbach (OLA) fordert, dass das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in Ansbach verboten wird. Sie stellte einen entsprechenden Antrag.

„Glyphosat ist ein Pflanzengift", heißt es im Schreiben der Fraktion. Es schädige das Bodenleben und fördere krankheitserregende Pilze. Laut Weltgesundheitsorganisation sei es für Menschen außerdem als „wahrscheinlich krebserregend" eingestuft worden.

Nachdem Christian Schmidt (CSU), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, in einem Alleingang der verlängerten Zulassung von Glyphosat auf EU-Ebene zugestimmt habe, liege es jetzt an den Kommunen, die Gesundheit der Bevölkerung sowie Flora und Fauna zu schützen.

Die OLA fordert deshalb, dass bei Abschluss oder Verlängerung von Pachtverträgen für städtische Flächen eine Klausel eingefügt wird, mit der sich der Pächter zum vollständigen Verzicht des Pflanzenschutzmittels verpflichtet. Auch für Verträge, die automatisch verlängert werden, solle die Regelung gelten. Zusätzlich solle die Stadt an Landwirte und Bürger appellieren, Glyphosat auch auf privaten Flächen nicht zu nutzen.

Städte wie Dachau, Koblenz und Dresden hätten ein solches Verbot auf ihren Flächen bereits umgesetzt. Die Stadt Ansbach sei laut OLA nun ebenfalls gefordert, „eine Vorreiterrolle für Umwelt- und Klimaschutz einzunehmen".