Presse-Spiegel

.





ID99466
Datum10.02.2017
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileGroße Lücken im Kreis. Ärztemangel: Weinberg fordert Förderprogramm
Wortlaut„Der Ärztemangel in weiten Teilen des Landkreises Ansbach nimmt immer größere Ausmaße an": Das teilte jetzt Bundestagsabgeordneter Harald Weinberg (Die Linke) mit.

Der Bereich Ansbach-Nord und der Raum Feuchtwangen seien „akut unterversorgt", Dinkelsbühl und Wassertrüdingen drohten abzurutschen, so der kranken-hauspolitische Sprecher im Bundestag. Weinberg fordert ein Förderprogramm.

Bereits im Januar 2015 habe der Bundestagsabgeordnete vor zahlreichen Lücken bei der Gesundheitsversorgung in Westmittelfranken gewarnt, heißt es in einer Pressemitteilung. Nun weise die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) nicht nur den statistischen Bereich „Ansbach-Nord" als altes und neues Schlusslicht im Freistaat aus (Versorgungsgrad: 70,5 Prozent), sondern inzwischen auch den Raum Feuchtwangen als akut unterversorgt (72,7 Prozent).

Mit einem Durchschnittsalter der niedergelassenen Mediziner von 59,8 Jahren sei dort demnächst ein beschleunigter Ärzteschwund zu befürchten. Mit Dinkelsbühl-Hesselberg und Wassertrüdingen klassifiziere die KVB zwei weitere Regionen als „drohend unterversorgt".

„Die Städte und Gemeinden in den unterversorgten Regionen dürfen in ihren Bemühungen, Arztsitze zu halten und wiederzubesetzen von Land und Bund nicht allein gelassen werden, Kommunale Ärztehäuser als Anreiz für junge Mediziner, aufs Land zu ziehen, bedürfen gezielter finanzieller Förderung", fordert Harald Weinberg.