Presse-Spiegel

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ID99467
Datum04.02.2017
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile„Zwei-Klassen-Medizin" befürchtet
WortlautOffene Linke kritisiert „Schnellschuss" des ANregiomed-Verwaltungsrates

Als „Schnellschuss" und „verpasste Chance" wertet die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) das Ziel, die Geschäftsführung von ANregiomed an die Sana Kliniken AG zu übertragen.

„Sana steht als Konzern der privaten Krankenversicherungen für Zwei-Klassen-Medizin. Das bedeutet für die Menschen, sofern sie nicht privat versichert sind, tendenziell Nachteile. Zudem beinhalten sogenannte Sanierungskonzepte der Sana AG in nahezu allen Fällen die Ausgliederung von Beschäftigten in private Gesellschaften, um diese so schlechter bezahlen zu können. Eine Verschlechterung der Situation des Pflegepersonals, das ohnehin mehr Patienten in immer kürzerer Zeit versorgen muss, trägt wenig zur Qualitätsverbesserung bei", heißt es in einer Pressemitteilung.

Verflechtung mit Beraterunternehmen

Anstatt die engagierten Mitarbeiter jetzt in eine Neuaufstellung einzubinden und regionale Kooperationen mit kommunalen und gemeinnützigen Trägern anzustreben, solle nun ein privater Klinikkonzern private Beratungsunternehmen bei der Führung von Aufgaben der Daseinsfürsorge ablösen, kritisiert die Fraktion.

Deutlich werde die Verflechtung der Sana AG mit dem Beratungskonzern EconoMedic AG (Oberender und Partner), das für das gescheiterte „Zukunftskonzept" bei ANregiomed verantwortlich zeichne, beispielsweise in Person des Econo-Medic-Vorstands Thomas Rudolf, der bis vor wenigen Wochen Leiter der Unternehmensentwicklung der Sana AG gewesen sei.

Man könne nicht den Kommunalen Prüfungsverband mit der Aufklärung von Fehlern der Vergangenheit beauftragen, um nur Tage später genau diese zu wiederholen, betont die Offene Linke Ansbach.