Presse-Spiegel

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ID99470
Datum11.01.2017
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile„Nichts gelernt". Weinberg zu ANregiomed
Wortlaut„Wer die Geschäftsführung von ANregiomed privaten Klinikbetreibern oder Beratungsunternehmen übertragen will, hat nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt." So kommentiert der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, Harald Weinberg (Ansbach), die Absicht des Verwaltungsrats.

„Offenbar sind 25 Millionen Euro Steuergelder für Konzepte privater Unternehmen, die nachweislich nicht greifen, manchen immer noch nicht genug. Ich warne ausdrücklich davor, mit der Privatisierung der Unternehmensführung erneut den Bock zum Gärtner zu machen", so Weinberg in einer Pressemitteilung.

Der Abgeordnete rät Landrat Dr. Jürgen Ludwig und der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel stattdessen, strukturelle Lösungen anzupacken: Nicht private, sondern kommunale und freigemeinnützige Träger könnten Partner für den Er-halt der flächendeckenden Versorgung der- Bevölkerung sein. Gespräche mit benachbarten Krankenhäusern, auch jenseits der württembergischen Grenze, sowie der Diakonie seien „das Gebot der Stunde".

Denn diese Träger hätten Interesse daran, dass ANregiomed nicht zum Einfallstor einer Privatisierung der Krankenhauslandschaft in Mittelfranken und Hohenlohe werde, erinnert Weinberg: „Westmittelfranken mit seiner Siedlungsstruktur ist besonders von den Ausdünnungsplänen der. Bundesregie-rung bei der stationären Klinikversorgung betroffen."

Erforderlich seien konkrete Schritte für den Abbau des ruinösen Wettbewerbs. Ein erster Schritt sei die Einberufung einer Gesundheitskonferenz vor Ort, bei der „neben den Trägern auch Ärzte, Arbeitnehmervertreter, die Krankenkassen und Kassen-ärztlichen Vereinigungen sowie die Bevölkerung eingebunden werden."