Presse-Spiegel

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ID99468
Datum18.01.2017
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileOffene Linke warnt vor Mitbewerbern. Führung von ANregiomed
WortlautDie OberenderTochter „Economedic AG" bringe Kliniken oft nicht aus den roten Zahlen. Zu diesem Schluss kommt die Offene Linke Ansbach (OLA) in einer Pressemitteilung. Die Unternehmensgruppe hat für ANregiomed am Zukunftskonzept mitgearbeitet und könnte nun möglicherweise auch die Geschäftsführung übernehmen.

Die Offene Linke Ansbach hat „das Wirken dieser Firma unter die Lupe genommen". Im Rems-Murr-Kreis sei Economedic seit Anfang 2015 aktiv. Dort schreibe das Klinikum tiefrote Zahlen: 26 Millionen Euro Verlust in 2016. Eines von nur noch zwei verbliebenen Krankenhäusern des 420000 Einwohner starken Kreises steht auf der Kippe. Bei den Kreiskliniken im Landkreis Freudenstadt sei die Geschäftsführung 2016 Economedic übertragen worden. Die Verluste wüchsen auch hier seitdem an: 2016 auf 7,5 Millionen Euro. Derweil halte Economedic-Chef Jan Hacker Vorträge über „Krankenhausschließungen als strategische Option".

Auch bei dem von den Grünen ins Spiel gebrachten Vorbild der Kliniken Kempten-Ostallgäu rät die OLA zur Vorsicht. Die Geschäftsführung besorge dort die Sana AG, einer der großen privaten Klinik-Betreiber. Diese habe bereits 650 Mitarbeiter in private Gesellschaften ausgelagert, um diese schlechter bezahlen zu können, weitere Ausgliederungen seien geplant.

„Wir ziehen kommunale und gemeinnützige Partner für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region vor", so die OLA-Pressemitteilung. „Beschäftigte und Patienten von ANregiomed brauchen verlässliche Kooperation statt Heuschrecken aus Beratungskonzernen."