Presse-Spiegel

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ID99484
Datum07.04.2016
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileZweifel an Umgehung für Katterbach.
WortlautDie Umfahrung der B 14 in Katterbach ist Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als „vordringlich“ eingestuft worden, was bei der Stadt Befremden ausgelöst hat. Doch macht Heinrich Schmidt, Leiter des Staatlichen Bauamts deutlich, dass seine Behörde die Planungen nicht forcieren wird - und schon gar nicht gegen den Willen der Stadt. „Da gibt es andere und wichtigere Projekte, die von den Gemeinden händeringend erwartet werden“, sagte Schmidt jetzt im Gesprich mitder FLZ ...

Mit Nachdruck tritt der Behördenleiter dem Vorwurf entgegen, man habe in Katterbach eine „Gefälligkeitsplanung für die US-Armee“ betrieben. Zum einen sei der Gedanke einer Umfahrung bereits „uralt“ und von den Amerikanern lediglich aufgegriffen worden. Zum anderen habe das Bundesverkehrsministerium nach der Meldung aller Maßnahmen im Juli 2013 die Einstufung der Projekte nach streng formalen Kriterien vorgenommen. Dies sei allerdings ohne die früher übliche Rücksprache mit den Behörden vor Ort geschehen….

Die Baukosten werden im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans mit knapp elf Millionen Euro angegeben: der Landverbrauch beträgt etwa elf Hektar.

… Die Stadtverwaltung gehört nicht gerade zu der Befürwortern der B 14Umfahrun von Katterbach. Das wurde an Rande der jüngsten Sitzung de Bauausschusses deutlich…. Auch Oberbürgermeisterin Carda Seidel meinte, dass die hohe Einstufung des Projekts nach der jahrelangen Planungspause „nicht nachvollziehbar“ sei. Sie erinnerte an die jüngsten Abzugspläne der Armee und stellte die Frage in den Raum, ob man dann trotzdem diesen Ausbau planen solle…

Uwe Schildbach (Offene Linke) wiederholte den Vorwurf einer „Gefälligkeitsplanung für die US-Armee“. Schließlich habe die Stadt selbst keinen Nutzen von einer Umgehung Katterbachs. Angesichts der Kosten und des zu erwartenden Flächenverbrauchs im Norden des Ortsteils bat er „um ein klares Nein“ zu dem geplanten Ausbau.