Presse-Spiegel

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ID99487
Datum23.03.2016
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile"Ein schlechter Witz". Offene Linke gegen Katterbacher B14-Umfahrung
WortlautDie vordringliche Einstufung der B 14-Umgehung der Katterbacher Kaserne im Bundesverkehrswegeplan bezeichnet die Offene Linke als „schlechten Witz“. Flächenfraß, drohende Enteignungsverfahren und „Steuergeldverschwendung“ für das US- Militär sei nicht im Sinne der Stadt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es sei „unfassbar“: Während Bürger in Ansbacher Ortsteilen und in Gemeinden des Landkreises oft vergeblich für Verkehrsentlastung kämpften, habe die Bundesregierung auf Antrag der CSU-Staatsregierung „nichts Besseres im Sinn“, als der US-Armee den Wunsch nach Vereinigung der Kasernenhälften in Katterbach zu erfüllen. Dabei habe Ansbach deutlich gemacht, dass es für Stadt und Region wichtigere Projekte für die Verkehrsinfrastruktur gebe.

„Fakt ist: Die Priorisierung der Katterbach-Umgehung liegt nicht im Interesse der Stadt, sondern ist allein von Nutzen für das US-Militär“, betont die OLA-Fraktion. Die Stadträte erinnern an den „immensen Flächenfraß“ und drohende Landbeschaffungsmaßnahmen, die gegen Grundstückseigner in Enteignungsverfahren münden könnten. Zudem würde der Bau eine immense Steuergeldverschwendung in zweistellig er Millionenhöhe bedeuten.

„Diese Gefälligkeits-Priosierung für die US-Armee ist inakzeptabel.“ Das sollte Oberbürgermeisterin Carda Seidel deutlich gegenüber dem Ministerium artikulieren. Es dürfe nicht sein, dass „solch überflüssige Maßnahmen wie die Katterbach-Umgehung“ Gelder für dringend notwendige Verkehrsprojekte für die Region blockierten. Stattdessen seien Investitionen für Umfahrungen von Orten, in denen zahlreiche Bürg er vom Durchgangsverkehr belastet seien, oder die immer wieder auf die lange Bank geschobene Reaktivierung von Bahnstrecken im Landkreis „rascher umzusetzen“.