Presse-Spiegel

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ID99490
Datum11.01.2016
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileSoziale Themen stehen im Vordergrund.
WortlautOffene Linke: Kommendes Jahr Wohnungsbau auf dem Messegelände.

Die Fraktion der Offenen Linken (OLA) hat sich fürs kommende Jahr vor allem soziale Themen vorgenommen. So müsse die Stadt wieder in den sozialen Wohnungsbau einsteigen, fordert Sprecher Boris-André Meyer.

Ansbach sollte sich deshalb am Wohnungspakt Bayern beteiligten, findet Meyer. Dies könnte hohe Fördermittel für Bauvorhaben etwa auf dem Messegelände bringen. Immerhin habe man dafür bereits Planungsmittel eingestellt, so dass das Projekt 2017 starten könnte: „Sozialer Wohnungsbau ist das Gebot der Stunde.“ Dies käme gleichermaßen den armen Menschen und auch den Flüchtlingen zugute.

Auch das Projekt der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben will Meyer vorantreiben. Angesichts von mehr als 800 Kindern allein in Ansbach, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssten, ein wichtiges Vorhaben, findet der OLA-Sprecher. Mit den Geldern könne etwa die Mitgliedschaft in Vereinen oder der Besuch der Musikschule bezuschusst werden.

Meyer ist zuversichtlich, dass die politischen Kräfte im Stadtrat bei diesem Thema „an einem Strang“ ziehen werden. Ihm persönlich sei das weitere Schicksal des „Speckdrumm“ sehr wichtig. Nachdem das bisherige Domizil kaum mehr nutzbar sei, brauche man Mittel entweder für einen Umzug oder eine Instandsetzung des Objekts. Doch sei die „Schieflage“ der Kulturförderung angesichts der „Theatermillionen deutlich zu sehen, kritisiert er. Dabei brauche man dringend eine Plattform auch für die Jugend- und Alternativkulturen.

Natürlich wird für Meyer das kommende Jahr durch das Thema ÖPNV geprägt sein. Der Ende Februar anstehende Bürgerentscheid gebe den Menschen die Chance, ein Zeichen zu setzen, dass der Nahverkehr als Daseinsvorsorge nicht weiter gekürzt werden dürfe: „So kann es nicht weitergehen.“ Andersfalls steh e zu befürchten, dass beim nächsten Fahrplanwechsel die Sparrunde fortgesetzt werde.