Presse-Spiegel

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ID99491
Datum11.12.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile"Abwärtsspirale ins Bodenlose". Offene Linke übt Kritik ...
Wortlaut... an veröffentlichten ÖPNV-Zahlen.

Nach der BAP kritisiert nun auch die Offene Link e die Aussagen der Stadtwerke über die Buslinien als „Taschenspielertricks“ bei der Berechnung der Fahrtenanzahl.

Trotz des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Kürzungspläne im ÖPNV habe die Ansbacher Bäder- und Verkehrsgesellschaft (ABuV) einen „zusammengestrichenen Busfahrplan“ präsentiert, klagte Boris-André Meyer in einer Pressemitteilung, Der „Zahlensalat“ der ABuV werde immer undurchsichtiger.

Nachdem im September 222 Fahrten gestrichen werden sollten, sei im Oktober der Wegfall von 162 Fahrten angekündigt worden. Nun sollen es „angeblich“ 148 sein. Gleichzeitig zähle die Geschäftsführung seit jüngstem die meisten Buslinien als zwei Fahrten, heißt es weiter: Mit „solchen Taschenspielertricks soll die schleichende Demontage des OPNV verschleiert werden.“

Im Arbeitskreis Nahverkehrsplan sowie im Bürgerforum ÖPNV habe die ABuV sowie deren Berater von PB Consult stets die Gesamtzahl von 757 wöchentlichen Fahrten genannt, betonte Meyer. Die seitens der GmbH geäußerten Einsparerwartungen durch die Streichungen in Höhe von 250 000 Euro bezeichnete die OLA als „blauäugig“: Die ABuV sei seit dem Wegfall von 222 Fahrten von Einsparungen von gut 300000 Euro ausgegangen. Dies gehe aus dem dem Stadtrat vorliegenden Buskonzept von PB Consult hervor. Dabei sei man davon ausgegangen, dass die Fahrgastzahl trotz Kürzungen im Angebot gleich bleibe. Wenn eine Ergebnisverbesserung bei einem Wegfall von 148 Fahrten in Höhe von 250000 Euro eintreten solle, müsste folglich die Fahrgastzahl sogar steigen rechnet Meyer vor: „Das zeigt erneut die Realitätsferne von ABuV-Geschäftsführung und der stützen- den Kürzungs-Koalition aus CSU, FW und SPD im Aufsichtsrat.“

Diese müssten sich für „ähnliche Fehlannahmen“ und die „massiven Fahrgastzahleneinbrüche“ und Defizitsteigerungen der Vergangenheit verantworten. Die Bevölkerung habe es am 28. Februar 2016 beim ÖPNV-Bürgerentscheid in der Hand, „diese Abwärtsspirale ins Bodenlose zu stoppen“, betont die Fraktion.