Presse-Spiegel

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ID99494
Datum11.11.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileGegen "Krieg und Elend". Offene Linke fordert Schließung des US-Standortes.
WortlautDie Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) würdigt in einer Pressemitteilung die Arbeit der Stadtverwaltung bei der Unterbringung der Flüchtenden „und das herausragende Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für die Integration der aus Krisen- und Kriegsgebieten neu ankommenden Menschen“. Gleichzeitig fordert die Fraktion die Schließung des US-Standortes.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die Stadtgesellschaft organisations- und auch parteiübergreifend die Integrationsherausforderungen anpacken könne. Gleichwohl bedürfe es einer stärkeren Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Doch gerade in Ansbach und der Region müsse die Frage der Fluchtursachen diskutiert werden „Die Kriege im Irak und in Afghanistan, der Zerfall von Staaten wie Syrien oder Libyen sind Produkte verfehlter Außenpolitik der vergangenen 15 Jahre“, urteilt Fraktionssprecher Boris-André Meyer.

Jetzt habe sogar einer der Protagonisten, der britische Ex-Premier Tony Blair, aktuell eingeräumt, dass die Interventionspolitik Ursache der derzeitigen Fluchtbewegungen sei: „Auch die US-Militärbasis Katterbach dient demzufolge der Vorbereitung von Kriegen, die Menschen in die Flucht schlagen.“

Verantwortungsvolles Handeln bedeute daher nicht nur, Menschlichkeit gegenüber Flüchtenden zu zeigen, sondern die Ursachen von Flucht und Vertreibung wie Krieg und Verelendung zu beheben, betont die OLA: „Vor Ort in Ansbach heißt das konkret, die US-Kriegsbasis vor unserer Haustüre zu schließen.“ Die „immensen Stationierungskosten“, die die Steuerzahler zu tragen hätten, wären für Entwicklungshilfe in Afrika und in Nahost weitaus besser angelegtes Geld.