Presse-Spiegel

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ID99499
Datum28.10.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileOffene Linke beschließt Sozialfonds.
WortlautHilfe für Bedürftige - Freifunk für Asylunterkünfte in Oberreichenbach und Schalkhausen.

Ein positives Resümee über das zu Ende gehend e Jahr zog die Offene Linke Ansbach (OLA) in der Hauptversammlung und richtete den Blick in die Zukunft. Themen waren der Abzug der amerikanischen Soldaten aus Ansbach, die weitere Entwicklung des ÖPNV und die Flüchtlingsthematik. Außerdem wurde ein Sozialfonds für Bedürftige beschlossen.

Vorstandsmitglied Sibylle Trenkner betonte, dass man ein „tolles Jahr“ 2015 hinter sich habe. Dabei berichtete sie über verschiedene Aktionen, darunter auch eine Demonstration gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) in Berlin. Man habe „viel auf die Beine gestellt“.

Einer der drei Vertreter der OLA im Ansbacher Stadtrat, Boris-André Meyer, plädierte für einen schnellen Abzug der amerikanischen Soldaten aus den Barton-Barracks in Meinhardswinden. Die frei werdenden Räumlichkeiten könnten für eine Erweiterung der Ansbacher Hochschule genutzt werden: „Wir haben bereits Erfahrung mit dem Umnutzen von Kasernen.“ Als Beispiel hierfür nannte er die ehemalige Hindenburgkaserne.

Uwe Schildbach, ebenfalls im Stadtrat für die Offene Linke aktiv, äußerte sich zur Flüchtlingsthematik. Man habe großes Glück, ein so positives Klima in Ansbach zu haben, aber die Freiwilligen alleine könnten diese Last nicht tragen. „Wir dürfen die ehrenamtlichen Helfer nicht alleine lassen.“

Boris-André Meyer ging auch auf die weitere Entwicklung des ÖPNV ein. Aufgrund der Preiserhöhung im Jahr 2012 sei ein Fahrgastverlust von 26 Prozent zwischen 2011 und 2014 zu verzeichnen gewesen. ‚Dass hierbei ein Zusammenhang besteht. ist vielen lange Zeit nicht klar gewesen.“ Momentan laufe ein Bürgerbegehren „für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Darüber hinaus stimmte die Offene Linke Ansbach zu, aus Spenden und Eigenmitteln einen Sozialfonds für Bedürftige einzurichten. Hans-Joachim Hofmann vom OLA-Vorstand betonte, dass die Hilfe vorrangig eine existenzielle Bedrohung abwenden solle. Man setze sich auch dafür ein, dass die Stadt Ansbach einen ähnlichen Fonds ins Leben rufe. Außerdem erhalten die Flüchtlingsunterkünfte in Schalkhausen und Obereichenbach freies WLAN. Mit dem System der „Freifunker“ öffnen Nachbarn ihre Internetanschlüsse, so dass die Asylsuchenden in den beiden Heimen darauf zugreifen können. Die einmaligen Anschaffungskosten von rund 100 Euro werden durch Spenden der Offenen Linken gedeckt.