Presse-Spiegel

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ID99500
Datum16.10.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileKürzung "unausgegorener Schnellschuss". Bürgerbegehren für Stopp des ...
WortlautLinienkonzepts soll weiterlaufen - Heute an der Riviera.

Als „völlig un ausgegoren“ bezeichnet die Initiative „Attraktiver ÖPNV für Ansbach“ das geänderte Buslinienkonzept. Diese beinhalte keine Verbesserungen, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb laufe das Bürgerbegehren weiter.

Die Initiative „Attraktiver ÖPNV für Ansbach“ bewertet laut einer Pressemitteilung das „Zurückrudern“ der Ansbacher Bäder- und Verkehrsgesellschaft (ABuV) bei deren Kürzungsplänen „als ersten Teilerfolg des jüngst eingeleiteten Bürgerbegehrens“. Demnach sollen an statt 222 nun 162 von derzeit 750 Busfahrten wöchentlich gestrichen werden. Gleichzeitig zeige diese „Hopplahopp-Novellierung“ weitere gravier ende Schwächen des PB-Consult-Konzepts auf. Klar sei, dass von den ursprünglich angekündigten „Verbesserungen“ im ÖPNV wie bessere Taktung und Erreichbarkeit der Innenstadt nichts übrig bleiben solle, kritisiert Sprecher Boris André Meyer. Damit sei absehbar, dass noch mehr Ansbacher Fahrgäste „vergrault“ würden. Die Einsparziele seien infolge des absehbaren Einbruchs bei der Nachfrage unrealistisch“.

Vielmehr enstünden der Stadt und ihren Bürgern „erhebliche Mehrkosten“ durch das Streich-Konzept. Die notwendigen baulichen Maßnahmen, etwa für Bushaltestellen im „Niemandsland an der Westtangente“, sollen die Steuerzahler 2016 rund 400000 Euro, davon etwa 270 000 Euro städtische Eigenmittel, kosten. „Das überarbeitete Konzept hat mit einem attraktiven ÖPNV nichts zu tun“, so das Urteil der Initiative. Das Preis-Leistungs-Verhältm s werde „massiv verschlechtert“ und gleichzeitig steige das Defizit der öffentlichen Hand. „Dieser Schnellschuss zeigt, wie weit die ABuV-Aufsichtsratsmehrheit aus CSU, SPD und FW von moderner urbaner Mobilität und den Belangen der Bürger entfernt ist“, so Meyer.

Ziel der Initiative bleibe der Stopp der Kürzungspläne, damit unter breiter Beteiligung der Bevölkerung und Verkehrsexperten ein tragfähig es Konzept mit Blick auf Angebots- und Preisgestaltung sowie eine echte Verbesserung von Linienführung und Erreichbarkeit der Innenstadt erarbeitet werden könne. Die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren für einen attraktiven ÖPNV in Ansbach wird heute von 10 bis 13 Uhr an der Riviera fortgesetzt.