Presse-Spiegel

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ID99501
Datum12.10.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileInitiative setzt auf Nachhaltigkeitsgedanken. Reparaturstube nahm ...
Wortlaut... ihren Betrieb auf - Mit einer "Kost nix"-Ecke und Lebensmittel-Weitergabe.

In Ansbach hat am Samstag ein nach eigenen Angaben nachhaltiger und ressourcenschonender Laden seine Pforten geöffnet: Die Reparaturstube der Initiative „Ansbach umgedacht“ nahm ihren Betrieb auf. In den Räumen in der Kronenstraße 2 hat diese neben der Reparaturstube noch eine „Kost nix4‘-Ecke eingerichtet, und ein Food-Sharing (Lebensmittel-Weitergabe) findet statt.

Es handle sich, so die Sprecherin der Initiative, Kerstin Kernstock-Jeremias, um eine Zwischennutzung für das Ladenlokal. Die Eigentümer hätten sich bereit erklärt, die Räume gegen eine geringe Miete der Initiative bereitzustellen, bis sich wieder in „richtiges“ Geschäft einmietet. In der Reparaturwerkstatt können defekte Elektrogeräte, wie Toaster, Kühlschränke oder anderes, unter fachkundiger Anleitung selbst repariert werden. In der „Kost nix“-Ecke werden gegen eine freiwillige Spende kostenlos zur Verfügung gestellte Kleidung, Geschirr, Bücher oder Haushaltsgeräte abgegeben. Bei dem Food-Sharing-Projekt schließlich können beispielsweise Gartenbesitzer, die zu viel Obst oder Gemüse haben, das sonst verdirbt und weggeworfen wird, etwas abgeben. Wiederum gegen eine freiwillige Spende kann sich jeder bedienen.

In der Reparaturwerkstatt arbeiten sechs ehrenamtliche Helfer mit, so Kernstock-Jeremias - und bei der „Kost nix“-Ecke sowie dem Food-Sharing fünf. Unabhängig voneinander waren Tamara Riffer und Seraia Baris auf die Idee des Food-Sharings aufmerksam geworden. Günther Putsch, Helmut Keuerleber und Kerstin Kernstock-Jeremias indes wollten die Reparaturwerkstatt aufziehen. Man habe sich vernetzt und dann beschlossen, gemeinsam nach Räumlichkeiten zu suchen, hieß es.

Solange die Spenden fließen, könne man die monatliche Miete mit Nebenkosten bezahlen und das Projekt betreiben. Wenn sich der Gedanke der Nachhaltigkeit und der Ressourcenschonung in Ansbach durchsetzt, dann hofft Kernstock-Jeremias auf weitere Spenden und Einnahmen, wie sie deutlich machte. Daneben soll die Reparaturstube aber auch zum sozialen Treffpunkt werden.

Die Reparaturstube ist von nun an mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie samstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Donnerstags können in der Zeit von 16 bis 18 Uhr gebrauchte Kleidung, Nahrungsmittel und kaputte Elektrogeräte angeliefert werden.