Presse-Spiegel

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ID99506
Datum18.09.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileBreites Bündnis für Busse. Neue Bürgerinitiative sammelt Unterschriften.
WortlautGegen die geplante Ausdünnung des Busverkehrs in Ansbach formiert sich ein breites Bündnis. Die in dieser Woche gegründete Bürgerinitiative „Attraktiver ÖPNV für Ansbach“ wird von zahlreichen Organisation en unterstützt, die das gesamte Spektrum von der Jugend bis zu den Senioren abdecken.

Erstmals öffentlich in Aktion treten will die Gruppe, die sich gestern in einem Pressegespräch vorgestellt hat, am morgigen Samstag, 19. September, mit zwei Informationsständen: von 9 bis 13 Uhr am Stadthaus und von 10 bis 13 Uhr an der Riviera. Dort sollen, wie anschließend auch in mehreren Stadtteilen, Unterschriften gegen die Sparpläne der Ansbacher Bäder- und Verkehrs GmbH (ABuV) gesammelt werden.

„Wir wollen zeigen, dass viele von den geplanten Kürzungen im OPNV betroffen wären“, erklärte der Sprecher des Bündnisses, Boris-André Meyer. Die Bürger sollten in einer so maßgeblichen Frage der Daseinsvorsorge wie dem Bussystem einer Stadt mitbestimmen können, so die einhellige Meinung aller Beteiligten.

Der vom ABuV-Aufsichtsrat gefasste Beschluss, das Busangebot radikal zusammenzustreichen, sei „undemokratisch im Hinterzimmer durchgepeitscht“ worden, so Meyer. Dabei sei dieses Gremium eindeutig „nicht zuständig“, sondern der Stadtrat müsse entscheiden, ergänzte Hannes Hüttinger (BAP).

Ob Jugendliche, Behinderte, Senioren oder auch Asylbewerber — sie alle seien aus verschiedenen, oft finanziellen Gründen auf ein erschwingliches und gut funktionierendes öffentliches Verkehrsangebot angewiesen, betonten Vertreter verschiedener Gruppen und Verbände. Andere hoben den ökologischen Nutzen hervor: Ein attraktiv er ÖPNV müsse Anreize geben, vom Auto auf den Bus umzusteigen.

Seniorenheime und Schulen würden die Initiative ebenso unterstützen wie beispielsweise der VdK oder die AWO, hieß es. Vorrangig setzt das neue Bündnis auf das Sammeln von Unterschriften. Man denke aber auch an „kreative Aktionen“, so Meyer, und behalte sich die Option eines Bürgerbegehrens vor.