Presse-Spiegel

.





ID99526
Datum07.05.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileStadtspitze hofft auf weniger Fluglärm.
WortlautAbzug der US-Truppen Thema in Lärmschutzkommission.

Der Abzug der US-Truppen könnte durchaus zu einer Lärmminderung führen. Das hebt die Stadt in einer Pressemitteilung hervor, OB Carla Seidel erinnert nach der jüngsten Sitzung der Lärmschutzkommission und einem Telefonat mit Staatsminister Dr. Marcel Huber daran, dass die Umstrukturierung der 12. Kampffliegerbrigade mindestens zu einer Halbierung der Anzahl an Soldaten und Hubschraubern führen wird. Bundesweit soll sich die Zahl der Soldaten in den Einheiten in Illesheim, Ansbach, Wiesbaden und Stuttgart um etwa 1900 und die Anzahl der Angehörigen um rund 2800 reduzieren.

In der halbjährlichen Sitzung der Kommission mit der Oberbürgermeisterin und den Bürgermeistern der Region habe der Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson genauere Zahlen geliefert. Durch den Abzug der 1600 in Katterbach/Illesheim stationierten 3000 Soldaten werde sich auch die Zahl der derzeit 8700 Familienangehörigen „deutlich verringern“. Dazu werde die Anzahl der Hubschrauber in ganz Bayern von derzeit 119 auf 38 reduziert.

Neue Einheiten aus Illesheim

Oberst Benson informierte der Mitteilung zufolge, dass die bisher in Ansbach stationierte Einheit den Stützpunkt Katterbach vollständig verlassen und dafür eine neue Einheit mit rund 500 Soldaten von Illesheim nach Katterbach verlegt wird, die dann aber hier dauerhaft verbleiben soll. Bei den Truppen teilen in Illesheim handele es sich künftig um sogenannte Rotationseinheiten.

Auf Nachfrage, ob die Reduzierung der Anzahl der Hubschrauber vor Ort denn auch zu einer entsprechenden Entlastung der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger führe, habe Oberst Vincent H. Torza, der Kommandeur der 12. Kampffliegerbrigade, deutlich gemacht dass er persönlich von einer Entlastung ausgehe, zeigte sich Seidel zufrieden.

Zu den Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt vor Ort durch die geringere Zahl an US-Familien sei von Seiten der US-Armee lediglich darauf hingewiesen worden, dass künftig die aus dem Militärgelände zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten wie etwa auf dem Urlas vorrangig genutzt werden müssten.