Presse-Spiegel

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ID99533
Datum10.03.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileKritik an der Bundesregierung. Mehrbelastung "rücksichtslos".
WortlautDer mittelfränkische Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Die Linke) kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie die vorübergehende Verlegung von 450 weiteren US-Soldaten und 25 Hubschraubern nach Illesheim genehmigt habe. „Die Menschen im Umfeld der Militärbasen Ansbach und Illesheim haben bereits jetzt mit massiven Einschränkungen ihrer Lebensqualität durch Fluglärm und gesundheitsgefährdende Abgase der Kampfhubschrauber zu kämpfen. Eine Ausweitung dieser Belastungen ist schlichtweg rücksichtslos“, stellt er fest.

Weinberg sieht in zusätzlichen US-Kampftruppen in Bayern auch außenpolitisch ein falsches Signal: „Deutschland und Frankreich bemühen sich um eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts“, betont er. Dass nun in Deutschland mehr US-Militär stationiert werden solle, „um Manöver in Osteuropa, womöglich auch im Baltikum durchzuführen“, konterkariere „eine ausgleichende Verhandlungsposition“, so Weinberg: „Bayern darf nicht zum Verschiebebahnhof für US-Kriegsübungen an der russischen Grenze werden.