Presse-Spiegel

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ID99536
Datum04.03.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileNeue Chancen für Windkraft? Offene Linke will Ausbau.
WortlautDie Offene Linke in Ansbach sieht neue Chancen, die Windkraftfläche nördlich von Katterbach zu nutzen. Bisher ist dies wegen des militärischen Flugbetriebes nicht möglich.

Die Ansbacher Stadtwerke hätten 2010 in einer Machbarkeitsstudie zur Ausweisung von Flächen für die Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) den Standort nördlich der Bismarck-Kaserne im Stadtteil Katterbach als den Geeignetsten kategorisiert, erinnert Boris-André Meyer, Sprecher der Stadtratsfraktion, in einer Pressemitteilung. Denn hier herrsche die höchste Windhäufigkeit im Stadtgebiet, zusätzlicher Leitungsbau sei nicht notwendig, und das Landschaftsbild würde infolge der bestehenden Belastung durch die Militärbasis nicht über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen.

Allerdings sei das Veto der US-Armee beim Wehrbereichskommando Süd ausschlaggebend für die „Blockierung regenerativer Energien“ auf dieser Fläche. Der Abstand zum Flugfeld sei zu klein, habe es geheißen.

Derzeit setze jedoch ein Umdenkprozess im Verteidigungsministerium ein: Windkraft in unmittelbarer Nähe militärisch genutzt er Flugplätze solle nun doch möglich werden, erklärt Meyer. Grund seien unter anderem neue Technologien, die in einem Pilotversuch von der Bundeswehr und dem Bundesverband Windenergie „erfolgreich getestet“ worden seien. Meyer sieht nun die Hoffnung, dass sich militärischer Flugbetrieb und Windenergienutzung in Einklang bringen lassen. Deshalb richtete er die Bitte an Oberbürgermeisterin Carda Seidel, den Standort nördlich von Katterbach als Vorrangfläche zu prüfen und den Stadtrat über das Vorgehen zu informieren. Damit könne die Energiewende durch dezentrale Gewinnung gesichert werden.