Presse-Spiegel

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ID99543
Datum28.01.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile"Kein Schilderwald am Scheerweiher"
WortlautUmweltausschuss: Antrag der Offenen Linken zum Jubiläum des Naturschutzgebietes.

Ein Antrag der Offenen Linken Ansbach zum 25- jährigen Bestehens des Naturschutzgebietes Scheerweiher war jetzt Thema im Umweltausschuss des Stadtrates. Darin wünscht sich die OLA am Scheerweiher zusätzliche Schautafeln sowie weitere Aktivitäten — zum Beispiel eine Ausstellung im Stadtmuseum oder Schulunterricht vor Ort — zum Jubiläum des Naturschutzgebiets. Weiter solle der Scheerweiher auch im Internet präsent werden.

Roland Held vom Umweltamt berichtete über die aktuellen Gegebenheiten im Naturschutzgebiet am Scheerweiher. Es existiere unter anderem ein Info-Flyer, der vom Naturschutzwächter ausgegeben werde sowie im Umweltamt ausliege. Am Aussichtsturm stehe eine Infotafel bereit, die Schutzgebietsverordnung befinde sich neben dem Turm, sei allerdings kaum mehr lesbar. Zudem befänden sich 19 Schutzgebiets- schilder und Hinweistafeln im Schutzgebiet. Die Stadt plane ein Besucherlenkungskonzept; dafür müsse man allerdings die Aussagen des derzeit in Arbeit befindlichen Managementplans der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung abwarten. Wichtig sei: „Wir wollen da draußen keinen Schilderwald.“ Ein mögliches Konzept solle eine aktualisierte Infotafel sowie Schilder nach Bedarfsplan beinhalten sowie den Aufbau einer Naturschutzseite auf der Homepage der Stadt Ansbach. Jedoch müssten solche Pläne mit den Aussagen der Höheren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. „Irgendwann im Frühjahr“ erwartet Held erste Informationen. Wenn es so weit sei, könne ein Besucherlenkungskonzept als Entscheidungsgrundlage erstellt werden, danach werde ein Landschaftspflegeantrag über den Landschaftspflegeverband gestellt. „Wir rechnen mit einer Fördersumme von 90 Prozent“, so Held. Anschließend wolle man das Naturschutzgebiet zusammen mit der Höheren Naturschutzbehörde sowie beteiligten Verbänden begehen.

Die Vertreterin der Offenen Linken, Kerstin Kernstock-Jeremias, erklärte sich mit dem Vorgehen des Umweltamtes einverstanden. „Das liegt auch in unserem Interesse, so können wir das unterstützen“, sagte sie und schlug noch eine mögliche Ausstellung über den Scheerweiher im Stadtmuseum vor.

Hannes Hüttinger (BAP) wies auf eine Aktion am 7. Februar hin, bei der Grünpflege betrieben werden solle (Treffpunkt: ab 9 Uhr, Scheermühle). Beate Krettinger (Grüne) wünschte sich mehr Exkursionen und Führungen für Schulklassen rund um den Scheerweiher. SPD-Stadtrat Günter Pfisterer wandte ein, es müsse darauf geachtet werden, dass der Scheerweiher vorrangig Naturschutzgebiet sei.