Presse-Spiegel

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ID99550
Datum15.01.2015
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileAuf der Suche nach Ansprechpartnern
WortlautOB trifft Bundesverteidigungsministerin Dr. von der Leyen im Reichstag.

Das Bundesverteidigungsministerium will einen Ansprechpartner benennen, der sich des Hubschrauberlärms annehmen soll. Das ist das Ergebnis des Treffens von OB Carda Seidel mit Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen im Berlin er Reichstag. Der von Seidel in ihrem jüngsten Schreiben an die Ministerin erbetene Termin war dank Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Josef Göppel zustande gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Bitte der OB um Unterstützung für die durch den US-Hubschrauberlärm belasteten Bürger. Insbesondere die Nachtflüge, die im Sommer bis 2 Uhr früh möglich seien, und die wiederholten Überflüge bewohnter Gebiete stellen eine besondere Belastung dar. Dabei habe sie das Anliegen des Stadtrates nach einer Änderung der grobmaschigen Bestimmungen für den militärischen Flugbetrieb erneut vorgetragen.

„Die Vorgaben sind nicht geeignet, um die Menschen vor Ort ausreichend zu schützen“, so Seidel. Allerdings habe die Ministerin bereits darauf hingewiesen, dass sie zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der US-Hubschrauber keine Möglichkeit sehe die Bestimmungen einzuschränken. Ziel des Treffens sei auch gewesen, wieder einen festen Ansprechpartner für die Stadt Ansbach zu bekommen. Dies habe von der Leyen zugesagt. Es wurde besprochen, dass sich dieser bald persönlich ein Bild von der Situation in Ansbach machen werde.

Zudem bat die OB die Ministerin, sie bei der Sensibilisierung der neuen Kommandeure in Ansbach zu unterstützen. Auch sollte die möglichst häufige Nutzung anderer Truppenübungsplätze für die Hubschrauberflüge, das Sommerflugprogramm, der Verzicht auf das Überfliegen von bewohnten Bereichen und die aktivere Information der Press e und damit der Bürger über vermehrte Flugbewegungen verstärkt werden. Die Ministerin habe sich auch hier „aufgeschlossen gezeigt“, berichtet die Stadt.

„Ich werde mich noch einmal für den persönlichen - Termin bei der Ministerin bedanken und die Ergebnisse des Gesprächs in einem Schreiben zusammenfassen sowie gleichzeitig den von ihr benannten Ansprechpartner möglichst bald nach Ansbach einladen“, beschreibt Seidel das weitere Vorgehen. Zudem warte man noch auf die Reaktionen zu den Schreiben an verschiedene Abgeordnete mit der Bitte Seidels, sich für eine Verschärfung der Lärmschutzbestimmungen einzusetzen.