Presse-Spiegel

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ID99671
Datum05.09.2014
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileNeubürgerpakete als Anreiz für Erstwohnsitz.
WortlautAntrag der Offenen Linken bringt neuen Schwung in die Debatte - Stadt kündigt Konzept an.

Neuer Anlauf in der Erstwohnsitz-Frage: Angesichts der Tatsache, dass die Einwohnerzahl in Ansbach erstmals seit der Gebietsreform wieder unter die 40000 Einwohner-Marke ges unken ist, haben sich die Stadtverwaltung und verschiedene Gruppierungen im Stadtrat erneut Gedanken gemacht, wie Studierend e von auswärts und andere Zuzügler dafür gewonnen werden könnten, ihren Erstwohnsitz in Ansbach anzumelden. Viele der Studiengänge, die in den vergangenen Jahren neu eingericht et worden waren, ziehen junge Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet nach Ansbach.

„Offenbar sind aber zahlreiche Studierende in Ansbach lediglich mit Zweitwohnsitz oder gar nicht gemeldet“, meint Boris-André Meyer von“der Stadtratsfraktion der Offenen Linken. Die Offene Linke möchte nun die Erstwohnsitzkampagne für Studier ende ausweiten. „Geldwerte Vorteil e sollen dabei den Anreiz zur Erstwohnsitznahme in Ansbach verstärken“, heißt es in dem Antrag, der demnächst im Stadtrat behandelt werden soll. Um Potenziale besser zu nutzen (beispielsweise Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen zu erreichen), sollte Ansbach in Zusammenarbeit mit Geschäftsinhabern, Kultur- und Sportvereinen sowie Bäder- und Verkehrsgesellschaft mit den verschiedenen Gratifikationen „Pakete“ schnüren.

In einem ersten Schritt sollten Studierenden, die sich im Wintersemester 2014/15 in Ansbach anmelden, 100 Euro ausbezahlt werden. Ohne größeren Verwaltungsaufwand könne damit bereits zum Beginn des Wintersemesters an der Hochschule gestartet werden. „Für Studierende, die in diesem Zeitraum ihren Erstwohnsitz anmelden, werden pauschal 100 Euro ausbezahlt“, schlug Meyer vor. Die Einrichtung einer mobilen Anmeldestelle in den Gebäuden der Hochschule während der Wochen des Semesterbeginns könne zum Erfolg der Kampagne wesentlich beitragen. Die Kosten der Maßnahmen würden durch Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen mehr als gedeckt: „Sie erzielen einen Überschuss“, versicherte Meyer.

Die Stadt habe sich auch Gedanken gemacht, versichert Dr. Fritz und kündigt an, diese in der nächsten Sitzungsrunde mit einzubringen.