Presse-Spiegel

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ID99679
Datum18.07.2014
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
SchlagzeileKeine Einigkeit im Kampf gegen Leerfahrten und Verluste.
WortlautMehrheit im Stadtrat lehnt Absenkung der Tarife für Ansbacher Buslinien ab.

Eine Busfahrt wird ab 2015 zehn Cent mehr und damit 1,80 Euro kosten. Das ist die Konsequenz des gestern mehrheitlich gefassten Beschlusses des Stadtrates. Zum einen wird es kein billigere Zwischenstufe geben; zum anderen steigen die Preise VGN-weit wie angekündigt im Schnitt um drei bis vier Prozent. Dem Beschluss vorausgegangen war eine turbulente und teils chaotisch verlaufende Sondersitzung im Stadthaus.

Während CSU-Sprecher Andreas Schalk beantragte, nur noch Stellungnahmen der Fraktionen zuzulassen, weitete Fraktionskollege Thomas Deffner dies aus und wollte die Debatte gleich beenden. Das Gremium stimmte dem Antrag mit 17 zu 16 Stimmen zu.

Gegen die generelle Einführung des neuen Tarifsystems im VGN votierte Uwe Schildbach (Offene Linke). Für die Überführung des geltenden Tarifs K in die korrespondier ende Stufe D ab 2015 sprachen sich 19 Stadträte aus, vor allem aus den Reihen von CSU, SPD und Freien Wählern. Damit konnte sich die OB mit ihrem Ansinnen, die Zwischenstufe E einzuführen, das zusätzliche Defizit auszugleichen und die Fahrgastzahlen nach einem Jahr zu prüfen, wie schon jüngst im Aufsichtsrat der ABuV nicht durchsetzen.

Unterbrochen wurde die Sitzung immer wieder durch lautstarke Zwischenrufe aus allen Richtungen, Vorwürfe zu angeblich unwahren oder unvollständigen Behauptungen, die harsche Kritik der Linken und den Unmut der Grünen wegen des CSU-Antrages, die Debatte auszusetzen, den Unwillen wiederum der CSU über die grundlegenden Ausführungen der OB sowie die Unsicherheit über die Zahl der anwesenden und damit stimmberechtigten Stadträte am ungewohnten Vormittag, was unklare und wiederholte Abstimmungen nach sich zog.