Presse-Spiegel

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ID99690
Datum10.05.2014
MediumFränkische Landeszeitung, Ansbach
Schlagzeile"Eine ganz eigene Welt"
WortlautRund ein Dutzend Stadträte besichtigte Kasernen der US-Armee.

Wie ist es, in der US-Armee in Ansbach zu leben und zu wohnen‘ Um dies zu zeigen, hatten Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson und seine Mitarbeiter gestern die Ansbacher Stadträte zu einem Besuch der Kasernen In Katterbach und auf dem Urlas eingeladen. Dort und in der Illesheimer Kaserne sind in den vergangenen Jahren insgesamt rund 100 Millionen Euro investiert worden.

Ein gutes Dutzend Ansbacher Stadträte hat die Gelegenheit genutzt, einmal einen Blick hinter die Armee-Tore zu werfen Insgesamt seien Investitionen in einem Umfang von 175 Millionen Euro vorgesehen, ausgegeben worden seien bisher für 15 Baumaßnahmen rund 100 Millionen Euro, berichtete der Leiter des Staatlichen Bauamtes Nürnberg, Klaus Gerstendorff.

Derzeit auf dem Urlas im Bau befindet sich das ärztliche Ambulanzzentrum. Dort wollen sich vier Allgemein-, zwei Zahnärzte und drei Psychologen zusammenschließen. Momentan würden pro Monat rund 230 Patienten zu deutschen Ärzten überwiesen, hieß es. Und dies änder e sich wohl auch nicht wesentlich, denn die komplette medizinische Palette werde nicht abgedeckt. Die Zahn- und Medizinische Ambulanz kostet voraussichtlich rund 20,2 Millionen Euro.

Wie viel von all diesen Kosten denn auf die deutschen Steuerzahler entfielen, wollte Stadtrat Boris-André Meier wissen. Doch als es um konkrete Zahlen ging, ließ sich Gerstendorff nur auf eine vage Aussage ein: Etwa 13 bis 15 Prozent der Gesamtkosten zahle der Steuerzahler, ein Teil davon werde aber von den Amerikanern erstattet.

Dafür sei man sicher, dass bei allen Bauten deutsche Standards eingehalten würden. Das Ambulanzzentrum wird zunächst der letzte Neubau sein, erklärte Standortkommandeur Bens on. Es gebe zwar noch mehrere kleinere Projekte, wie die Zufahrtsstraße am Urlas oder Geh- und Radweg e, und es lagen auch noch weitere Pläne für Neubauten in der Schublade. Doch wann diese realisiert werden könnten, sei unklar. Bis 2019 würden wohl keine weiteren Gelder freigegeben werden.